Tag 3 - Richtung Mariestad

Unser Reisemodus entspannt sich, und wir geniessen eine gemütliche Fahrt durch das ländliche Südschweden bis nach Götene.

· 3 Minuten Lesezeit
Tag 3 - Richtung Mariestad

Dienstag 28. April

Wir sind also in Schweden angelangt. Ab jetzt wollen wir wesentlich entspannter reisen, also kürzere Tagesdistanzen bewältigen und nicht nur mehr Ladestopps einlegen. Unser nächstes Ziel ist Vättlösa, ein kleines Dorf in der Nähe von Götene. In dessen Nähe beginnt der Vänernsee, der grösste Binnensee in Schweden.

Unseren ersten Halt legen wir in Ängelholm ein. Dort machen wir einen kurzen Strandspaziergang. Es ist zu vermuten, dass es hier in der Hauptsaison sehr belebt ist.
Ich habe diesen Ort nicht zufällig ausgewählt. Ich wollte den Ort wiedersehen, den ich bereits 1976 als junger Seminarist mit Kollegen besucht habe. Damals waren wir mit Zelt per Interrail unterwegs und haben auf der Fahrt nach Norden an diesem Strand in den Dünen gezeltet. Unter anderem haben wir damals - mehrheitlich erfolglos - versucht, die Haare im Meer zu waschen. Das Shampoo vertrug sich irgendwie nicht so richtig mit dem Salz...

Strand von Ängelholm
Die Bucht liegt am Kattegat, dem Meeresarm zwischen Dänemark und Schweden.

Heute reisen wir dem Alter entsprechend etwas komfortabler, und so geht es elektrisch summend weiter nach Halmstad. Dort kauft Mutti ein, und Vaati lädt inzwischen das Auto auf, diesmal bei "Eviny". Auch dieser Ladevorgang klappt tadellos. Die Volvokarte war ein Glücksgriff. Sie funktioniert fast überall und sichert günstige Tarife zu.

Lade- und Einkaufsstopp in Halmstad

Danach verlassen wir die Hauptachse und gondeln über Land. Manchmal werden die Strassen so schmal, dass Fahrzeuge kaum kreuzen können. So können wir das ländliche Südschweden mit Wäldern, Feldern, Seen und roten Häusern ausgiebig geniessen.

Südschwedische Landschaft bei Gällared

Gegen Abend treffen wir in Vättlösa ein, einem kleinen Dorf in der Nähe von Götene. Dort machen wir es uns in einer äusserst gemütlichen Unterkunft bequem. Bei der Begrüssung spricht uns die Vermieterin in Schweizerdeutsch an. Sie hat die Sprache mehrheitlich als Kind von ihren Grosseltern gelernt, ist aber in Schweden aufgewachsen und freut sich, die Sprache etwas üben zu können.
Erstmals verpflegen wir uns am Abend selber. Nach einem feinen Znacht setzen wir uns auf die Veranda und geniessen den milden Abend.

In dieser Unterkunft bleiben wir zwei Tage. Morgen unternehmen wir einen Ausflug in die nähere Umgebung.

Tagesstatistik:

Wetter: sonnig und warm
Fahrstrecke: 360 km
Ladestopps: 3
Geladen: 151 kWh
Kosten: CHF 41.25
Durchschnittspreis/kWh: CHF 0.28