Montag 27. April 2026
Nach einem erholsamen Schlaf im Heidewald starten wir bei schönem und warmem Wetter zur zweiten Etappe unserer Tour. Es geht an Hamburg und Lübeck vorbei auf die Insel Fehmarn. Von Puttgarden werden wir mit der Fähre nach Dänemark übersetzen. Im Verlauf des Tages wird es noch einen zweiten Fährhüpfer übers Meer geben.
Die Fahrt über deutsche Autobahnen erfordert wie immer Konzentration. Jeder will erster sein, und es wird gedrängelt und gerast, dass einem die Haare zu Berge stehen. Aber als wir an Lübeck vorbei sind, entspannt sich die Lage, und wir cruisen friedlich durch die tätschflache Landschaft. Wir müssen uns nicht beeilen, da wir die 14:00-Uhr-Fähre gebucht haben. Unterwegs fahren wir an den riesigen Baustellen vorbei, auf denen die Strassen- und Bahn-Zufahrten für den neuen Fehmarnbelt-Tunnel erstellt werden. Dieser Tunnel unterquert die Meerenge und soll ca. 2031 eröffnet werden. Statt einer 45-minütigen Fährfahrt wird man das Meer in 8 Minuten passieren. Aber so weit ist es noch nicht.
Da es kaum Staus gibt, sind wir viel zu früh in Puttgarden am Hafen. Der Ticketkontrolleur meint augenzwinkernd, wir könnten schon auf die 14:00-Uhr-Fähre warten, wir dürften aber auch die nächste um 12:40 Uhr nehmen. Wir nehmen dankend an und stellen uns in die Warteschlange. Der Verlad läuft zügig. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Platzanweiser ihren Job nicht das erste Mal machen.



In Dänemark fahren wir bis nach Maribo. Dort laden wir bei "Morlys" auf. Dieser eine Stopp reich dann auch bis Schweden.


Ohne weiteren Halt - bis auf ein paar kleine Staus rund um Kopenhagen - fahren wir zur nächsten Fähre, die uns von Hesingør (Dänemark) nach Helsingborg (Schweden) bringt. Am Hafen von Hesingør ist der Verlad noch simpler. Man wartet einfach auf die nächste Fähre, fährt ein und vertritt sich etwas die Beine auf dem Oberdeck. Die Überfahrt dauert nur etwa 20 Minuten, dann heisst es raus aus der Fähre. In Schweden erwartet uns ein Zollbeamter, der unsere Pässe sehen will und uns fragt, wohin wir fahren.



Nun gilt es noch, die Stadt zu durchqueren und das Scandic Hotell am nördichen Stadtrand zu finden. Schon auf den ersten Metern spüren wir den Unterschied in der Fahrweise der Schweden - alles viel entspannter und rücksichtsvoller, sozusagen "mega gechillt". Daran gewöhne ich mich gerne.
Das Hotel ist geräumig und sehr sauber, das Personal ausnehmend freundlich.
Nach dem zweiten langen Fahrtag sind wir froh, etwas früher hier zu sein und uns Zeit für ein feines Nachtessen nehmen zu können.

Faszinierendes Detail: Auf den Tischen des Restaurants stehen Lämpchen, die den Status des Tisches anzeigen: grün - frei, rot - besetzt und pink - fürs Personal. So süess...
Wann, wie und durch wen der Status geändert wird, konnten wir trotz intensiver Beobachtung leider nicht erkennen.

Tagesstatistik:
Wetter: sonnig und warm
Fahrstrecke: 428 km
Ladestopps: 1
Geladen: 103 kWh
Kosten: CHF 38.80
Durchschnittspreis/kWh: CHF 0.38